Ausgehend vom griechischen Wort Chora (χώρα), das bei Platon den ursprünglichen Raum des Werdens bezeichnet, erkundet „CHORA – The void as origin“ die zentrale Rolle von Stille und Leere als Ausgangspunkt für jedes kreative Schaffen. Die junge italienische Choreografin Sofia Nappi und ihre Kompanie „Komoco“ erforschen diese fruchtbaren Räume des Anfangens und des Nichts mit ihrer so eigenen Bewegungssprache, die sich aus Theatralik und Expressivität speist und die Grenzen zwischen Tanz und Theater verwischt. Dem Kölner Publikum hat sie sich vor zwei Jahren mit der Uraufführung „Pupo“ vorgestellt.
Die gebürtige Italienerin Sofia Nappi schließt ihr Tanzstudium am Alvin Ailey American Dance Theater in New York ab und vertieft ihre Studien auf der ganzen Welt. Das Gaga-Training von Ohad Naharin sowie der enge Kontakt zur Hofesh Shechter Dance Company prägen sie nachhaltig. Mit ihrer Schwester, der Musikerin Alice Nappi, gründet sie die Kompanie Komoco. Mit ihr gewinnt sie auf Anhieb den „Introdans Award“, sowie den ersten Preis, den Kritikerpreis und den Produktionspreis der Tanja Liedtke-Stiftung beim 35. Internationalen Wettbewerb für Choreografie in Hannover 2021. Als freie Choreografin arbeitet Nappi u. a. für das Staatsballett Hannover, das Nederlands Dans Theater 2 und das Leipziger Ballett.