Die Performance beginnt in beinahe völliger Unsichtbarkeit – nur die Augen der Performerin sind zu sehen. Nach und nach entfaltet sich ein Bewegungsvokabular aus Unterbrechungen, Atemrhythmen und alltäglichen Gesten: Verbergen, Ausweichen, Sich-Anpassen – wiederholt, bis sie zu lesbaren Motiven werden.
Zentrales Element ist eine begehbare Installation aus gespannten Nylonfäden, die den Raum verdichten, Wege versperren und Umwege erzwingen. Die Fäden werden zum Partner und Hindernis zugleich – sie machen das Unvollständige, das Zögern, das Abbrechen sichtbar.
Licht und Projektion zeigen verschwommene Körper und anonymisierte Nahaufnahmen von Haut – fühlbar, aber nicht identifizierbar. Die live gespielte Musik der queeren Komponistin Andrea arbeitet mit gedehnten Worten, deren Bedeutung erst nach und nach ankommt, und mit Rhythmen, die das Hin und Her zwischen Innen und Außen hörbar machen.