Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier, zählt zu den bedeutenden Gegenwartsautorinnen Deutschlands. Sie studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln und promovierte 1971 mit einer Arbeit über den Theaterkritiker Herbert Ihering. Bereits während des Studiums arbeitete sie für den WDR und den Kölner Stadt-Anzeiger.
Von 1969 bis 1972 war sie Dramaturgin an den Städtischen Bühnen Dortmund und leitete Theaterprojekte mit jugendlichen Strafgefangenen. Anschließend lebte sie als freie Schriftstellerin in Köln, Darmstadt, Frankfurt am Main und seit den späten 1990er Jahren in Berlin. Neben ihrer literarischen Arbeit lehrte sie an zahlreichen Universitäten im In- und Ausland. Krechel engagierte sich im PEN und gehört zu den Mitgründern des PEN Berlin. Zudem ist sie Mitglied mehrerer renommierter Akademien.
Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2025 den Georg-Büchner-Preis.