IN KOOPERATION MIT DEM SOMMERBLUT KULTURFESTIVAL
„Wer hat meinen Vater umgebracht“ verbindet politisches Theater mit digitaler Medienkunst und inklusiven Arbeitsweisen. Basierend auf dem preisgekrönten Roman von Édouard Louis verknüpft die Inszenierung persönliche Biografie mit messerscharfer soziologischer Analyse. In klarer, unnachgiebiger Sprache wird gezeigt, wie politische Entscheidungen Lebensläufe prägen. Die soziale Realität, die Louis beschreibt, spiegelt dabei aktuelle Entwicklungen in Deutschland wider, vom Abbau sozialer Sicherungssysteme bis hin zur wachsenden gesellschaftlichen Spaltung.
Édouard Louis gilt als einer der wichtigsten jungen Intellektuellen Frankreichs. Seine Texte sind radikal ehrlich und beschreiben die wachsende gesellschaftliche Spaltung. Diese Produktion verleiht Louis’ Texten eine neue Aktualität und Dringlichkeit, die in der für Björn Gabriel typischen Live-Film-Theater-Ästhetik sinnlich erfahrbar wird.